Reisetexte

Australien – p5

Der Great Ocean Walk – natures drama unfolds at every corner. Kann man so sagen. Viel Meer, viel Einsamkeit, eine Aussicht schöner als die Andere, man will ständig Baden oder einfach nur in der Ferne schweifen.

Die anderen Camper nervten ganz schön da die Hiker-Zeltplätze wo dies möglich ist mit dem Auto angefahren und dann auch noch vermüllt zurückgelassen werden. 

Drei Tage Wanderschaft führten uns nach Cape Otway wo wir uns zur Entspannung in der Lightstation einquartiert hatten. Besonders schön wenn Abends die ganzen anderen Touris das Gelände verlassen haben. 

Am fünften Tage unserer Wanderung hatte Fee leider zunehmend mit einer Erkältung zu kämpfen. So ging es nicht weiter und wir trampten von einem Lookout ins nahe Lavers Hill zur Rekonvaleszenz im örtlichen Motel. Highlight eindeutig die Alpakas vor dem Balkon. 

Nachdem wir alle vier kulinarischen Örtlichkeiten getestet und das australische Fernsehprogramm satt hatten trampten wir wieder zum Walk und ergötzten uns zwei weitere Tage an seinem wilden Charme. Nur wenig abgekämpft erreichten wir Princetown und trampten zu den 12 (7) Aposteln wo Fee eine Runde Chopper um die Felsen flog und wir die vielen anderen Touris in Punkto Kitschfoto alt aussehen ließen. Ein letztes Mal trampten wir zu unserer Cabin und gönnten uns ein Siegesbier (bzw. cider) auf der Veranda. 

Australien – p4

Für Sylvester stand Melbourne auf dem Speiseplan und wir hatten uns zwischen St Kilda und CBD einquartiert. Der Autoaufzug passte millimetergenau. Im Szeneviertel fanden wir ein schnuckeliges Mex-Café mit Ausblick auf high Society. Und nach stundenlangem Herumwandeln und Stadt-entdecken fanden wir im Internet doch noch den Hinweis wo man zum Feuerwerk hingeht. Das war knapp. Feuerwerk im Park mit jeder Menge buntem Gewitter auch von den Dächern der Wolkenkratzer entschädigte gut für die Mühen des Tages. 

Das neue Jahr begannen wir mit Stadtrundfahrt in der Tram wo wir letztlich abgekämpft in Chinatown in einem höchst seltsamen Restaurant landeten das hauptsächlich gesunde. Süßkram aus Hongkong und Taiwan offerierte. Yummy und schräg. Den Tag beschlossen wir dann mit Burgern im Autokino bei Passengers. 

Es folgten Autoputz und -abgabe, Tram-, Zug- und Busfahrt nach Torquay wo wir uns wirklich eine sehr schöne Airbnb-Oase ausgekuckt hatten. Tranquil und Gorgeoumazing.

Vollgepackt mit Proviant brachte uns der Bus entlang der Great Ocean Road nach Apollo Bay.

Australien – p3

Wir hatten erstmal genug von Traumstränden und machten uns auf in die Berge Richtung Kosciuosko NP. Unterwegs versuchte ich ein paar mit ihrem alten 4wd gestrandete Jungs etwas aufzuheitern. In die Berge ging es durch hunderte KM kahler Mondlandschaftshügel die der Viehbauerei geschuldet waren. Die Erosion tat ihr Werk und legte langsam überall den kahlen Fels frei. 

Am Abend entzückte unser tolles neues Ultraleichtzelt uns während des Abendessens damit ohne Wind oder sonstige äußere Einwirkung einfach einzustürzen. Die Ursache war eindeutig: die Aluminiumverbindungsstücke zwischen den Carbonröhren waren nicht ausreichend verklebt, eine war auf Wanderschaft gegangen und Zuviel Druck auf zu wenig Fläche hatte das Carbon zum Bersten gebracht. Mit Hilfe unserer Nachbarn, einem netten älteren Pärchen, konnten wir den Bruch mehr schlecht als recht fixen und verbrachten einen netten Abend an ihrem Bollerofen. 

Den höchsten Berg Australiens erklommen wir per Seilbahn und nach Bürger mit Aussicht ging es zu Fuß wieder nach unten ins sehr auf Österreichisch getrimmte Thredbo. Trotz dreimaligem Entlangfahrens gab es für uns leider keinen Emu auf der Alpine Road, dafür schönes Camping am Lederfass-Bach mit Gebirgsbachbad. 

Über kurvige Passtraßen gondelten wir Richtung höchstgelegene Stadt Australiens und hatten unseren persönlichen Mordormome t. 20km umgeben von ausschließlich kahlen toten Bäumen die zusammen mit ein wenig Buschwerk und Gebirgsblümchen die Hügel vollständig überzogen. Keiner konnte uns verraten wo das gruselige Baumsterben herrühren möge. Das Städtchen war übrigens potthässlich und reine Retorte. Aber die restliche Gebirgsstrecke sehr schön. 

Auf unserer abendlichen Dirtroadwackelpiste durften wir endlich eine Emumama nebst 6 Emukindern in aller Ruhe observieren. 

Am nächsten Tag böllerten wir weiter Richtung Lakes Entrance. Nach überraschender indischer Gourmetküche im Bairnsdaler Roadhousecafé hatten wir auch noch Glück mit unserem fast leeren weil etwas bushigen Zeltplatz am Ninety Mile Beach wo wir dann auch in Ruhe das Beach-Life genossen. Inzwischen war ja der Wahnsinn namens Summer Holidays ausgebrochen und alle Australier irgendwo am Campen. Der Lakes NP war irgendwie nix und dann regnete es noch also zogen wir weiter. 

Fee wollte so gerne noch Ziplinen in den Bäumen des Otway NP. Also großer Autofahrtag südlich an Melbourne vorbei.gemütliches Community Café im Dorf am Highway. Zwei Minuten später und wir hätten die letzte Fähre nach Queenscliff verpasst. So trafen wir rechtzeitig am schönen Colacer See ein, mal wieder eine gute Empfehlung von camps Australia wide (und kostet nix).

Das Ziplinen Im Regenwald war fein, auch ohne Baumkangaroos. Wir beschlossen den Tag mit einer Runde Great Ocean Road (wirklich regenfrei dieses Jahr) und endeten wieder in Colac am See. 

Australien 2016 – p2

Die Jagd auf die National Parks und ihre nichtmenschlichen Bewohner war eröffnet. Doch zuvor mussten wir einmal mehr durch den Mallwahnsinn komplett mit Santa Claus-Schoßsitz-Fotostation. Am Caves Beach im Booderee? NP badeten wir am natürlich wunderschönen Strand und wurden des Nachts in unserem Winzzigzelt von Kangaroos umzingelt. Das Essen der unvorsichtigen Nachbarn war ja auch leichte Beute. 

Unser nächstes Ziel Congo Point im Schwippschwapp?? NP ließ uns den ersten Bushwalk durch ein Allerlei der Küstenvegetationen unternehmen. Vielmehr Beschäftigten uns die Häuschen auf dem ersten Teil des Weges, wie überhaupt der ganze Urlaub einer steten Suche nach Häuslebauinspiration glich.

Die ganze Küstenregion ist von Seen und Flussarmen durchzogen und in Tuross Head stillten wir kurzzeitig unsere Böötchenfahrlust mit einem Kajak. Zur Stärkung wurden im bunten Mogo reichlich Süßigkeiten in einem Süßkramspezialitätenladen eingekauft.

Die folgenden Nächte verbrachten wir in der Bittangabee Bay im Ben Boyd NP. Walken, Baden und Lagerfeuermachen vom Feinsten. Die Davidson Whaling Station war Ihren Besuch auf jeden Fall wieder wert und bereitete uns auf das Killer Whale Museum in Eden vor. Darauf erstmal Fish and Chips (wie sowieso bei jeder Gelegenheit).

Für die Weihnachtstage hatten wir uns in good ol Shipwreck Creek bei Mallacoota einquartiert wo wir freundlicherweise mit Sekt und Sternenhimmel sowie dem Versuch eines brennenden Weihnachtsbaums meinerseits alleine gelassen wurden. 

Australien 2016 – p1

Da ich diesmal versuchen will einen iPhone-Film zu drehen gibt es entsprechend wenig Bilder. 

Nach schön ereignisarmem Flug mit zwei A380 und der Entdeckung wie viel entspannter eine Dusche in Dubai das ganze macht waren wir blitzschnell mit der Bilderbuchfähre in Manly auf dem Corso am Schlendern, Weihnachtsbaum bei 35C zwischen Palmen. Zwei Nächte am Strand, Fee shoppte ein wenig und wir schlemmten und flanierten, ich durfte noch kurz eine Runde surfen. 

Und schon saßen wir im Zug nach Penrith um unseren RAV4 abzuholen, der trotz des heruntergekommenen Europcar Büros 20 Tage klaglos seinen Dienst verrichtete. Wir tourten durch die Nördlichen Blue Mountains mit Wasserfall-Walk-Stop nach Yetholme, wo ich aufgrund des mäßigen Wetters bei Airbnb einen hippiefizierten Eisenbahnwagon auf einer Farm gemietet hatte.  Cosy, mit Wombats und jeder Menge hüpfgetier sowie dreibeinigem Hund. Unser erster Ausflug wurde gleich eine Autoprüfung zum entlegenen glowworm Tunnel, ein aufgegebener Eisenbahntunnel hoch in den Bergen voller Glühkäferlarven. Sehr stark! Und kein Mensch weit und breit.

Über die Wombeyan Caves die wir erstmals bestiegen gelangten wir zu Ina nach Wollondilly um ihr ein wenig Trost zu spenden und Gesellschaft zu leisten. Zusammen mit einigen Weggefährten    der Beiden begingen wir Brians Urnenbegräbnis inmitten der verschiedenen Tiere unter einem großen Herzförmigen Grabstein. Ina hielt eine sehr schöne Rede und ich versuchte mich mit dem kürzlich ebenfalls verschiedenen Leonhard Cohen auf der Ukulele. Eine Bull Ant versuchte das ganze durch einen heimtückischen Biss der jüngsten Teilnehmerin die erstmal ewig wie am Spieß schrie aufzulockern. Ina hat wohl recht damit dass es Brian gefallen hätte.

Radtour nach Kopenhagen


So schnell kanns gehen: 3 Tage radeln, essen, schlafen. Es war ein entsprechend rauschhaft ruhiges Erlebnis. 

Nach Autoanfahrt um kurz vor Mitternacht aufs Rad, den menschenleeren Timmendorfer Strand entlang. Um zwei Nachts einige Stunden im Wäldchen gedöst, dann weiter zwischen Strandbädern und  Bauernhöfen die Ostseeküste hinauf, über die Brücke nach Fehmarn und einmal um die Insel, dann mit der Fähre nach Rødby. Dänemark zeigte sich von seiner ländlichen Seite, ich pedalierte durch Felder und an meist verschlafenen Küsten entlang bis letztendlich die Vororte von Kopenhagen mich aus der Trance rissen. So viele Radler (52% pendeln mit dem Rad), aber super Infrastruktur.mein AirBNB- Host erwartete mich und nach drei Nächten im Freien war die Riesen Altbauwohnung schon was anderes. 

Zum Kongress selbst gibt es ja wieder einen Bericht in der ZfA, diesmal mit Solveig. 

Als ich radelnd den gut versteckten Untergrundbahnhof in Malmö gefunden hatte ging es per Zug über den Øresund und für eine Nacht residierte ich in einer bodenständigeren Wohnung  im modernen Strandviertel von Malmö nicht weit vom Turning Tower. Einen morgendliche Ritt durch südschweden später war ich auch schon wieder auf der Fähre nach Travemünde. 

Ha Long Bay

Unesco-Weltnaturerbe, auf fast jedem Reiseführercover zu finden… Unsere Erwartungen waren hoch also haben wir gleich die absolute Top-Bootstour gebucht. Und es war spitze. Tausende Karstfelsen ragen aus dem Wasser und wir schippern bei bestem Wetter mittendurch. Dann durften wir auch noch Kajakfahren, Baden, Höhle besichtigen und Wasserpuppentheater sehen. Amazing.

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Ha Noi

Der Nachtzug führte uns am Rande des Wolkenpasses durch wunderschöne einsame Buchten in denen wir gerne eine Stippvisite abgehalten hätten.
Die Nacht im Schlafwagen war dann recht gemütlich, nur bis wir ordentlich Essen an Land gezogen hatten dauerte es etwas.
Ha Noi empfing uns mit einem Regenguss, dafür waren die Straßen um 6 Uhr morgens angenehm leer.
Unser erster Streifzug führte uns auf die Pagodeninsel im Hoan Chiem-See, durchs französische Viertel mit seinen breiten Alleen zum Gartencafé am Opernhaus und nun nachmittags durch die vollgestopften Marktgassen der Altstadt. Jetzt gibt es erstmal Pizza und Burger.

Es wurde Abend und es wurde Morgen zweiter Tag. Wir haben im Angesicht zahlloser Soldatenwächter Onkel Ho besucht. Sehr feierlich in seinem Mausoleum, im Halbdunkel liegt er einbalsamiert in Arbeiterkluft aufgebahrt. Ein ergreifendes Schauspiel.
Über den Literaturtempel landeten wir schließlich wieder in der Hinterhofkneipe zum Essen und durchstreiften gestärkt einige besonders hübsche Gässchen. Zum Abschluss kehten wir im Café Cong ein und lauschten einem sinfonischen Freiluftkonzert.

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